Süßlupinen haben durch den LowCarb-Trend einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht, denn sie bestehen zu ca. 40 Prozent aus Eiweiß, bieten einen ähnlich hohen Anteil an Ballaststoffen und einen vergleichsweise geringen Gehalt an kurzkettigen Kohlenhydraten (unter 10%). Auch für Veganer und Vegetarier sind Süßlupinen interessant, weil sie alle acht essentiellen, also zufuhr- und damit lebensnotwendigen, Aminosäuren enthalten. Zudem stellen sie geschmacklich eine Alternative beispielsweise zu Sojabohnen dar, denn im Vergleich zu Soja mit dem typischen Eigengeschmack ist die Süßlupine geschmacklich milder.

Lupinen-Kerne von Holo

Holo Süßlupinen-Kernies

Seit Juli 2014 im Reformhaus erhältlich: Bio Süßlupinen-Kernies. Online bestellbar z. B. bei Amazon*.

In Deutschland wurde der Süßlupinen-Samen bisher vor allem in gemahlener oder fein geschroteter Form angeboten. Unter der Reformhaus-Marke Holo kommt die Süßlupine nun in einer besonderen Form auf den Markt: als sogenannte „Kernies“. Hierzu werden die hochwertigen Samen der weißen Süßlupine geschält, schonend getoastet und dann grob geschrotet. Der Rohstoff stammt aus Deutschland aus kontrolliertem Bio-Anbau.

Nährwertangaben des Herstellers (bezogen auf 100 g):

  • Brennwert: 1511Kj (360,9 kcal)
  • Kohlenhydrate: 9 g
  • Fett: 12 g
  • Eiweiß: 40 g

Diese besondere Verarbeitungsart der Lupine eignet sich vor allem als knackige Zutat für Salate, Brote und Getreidegerichte. Hierzu sollten die „Kernies“ mit kochendem Wasser übergossen werden, um dann ca. 15 Minuten lang im heißen Wasser zu quellen. Auch zur Zubereitung eines in südlichen Ländern weit verbreiteten Snacks sind die Kerne geeignet. Sie werden in Salzlake oder Essig und Öl eingelegt, um dann als geschmackvolle Alternative zu Erdnüssen oder anderen Knabbereien zu dienen. Zusammen mit den neuen „Kernies“ erhalten die Reformhäuser in Deutschland und Österreich, über die die Markenprodukte von Holo exklusiv vertrieben werden, in den kommenden Wochen Rezeptblätter, die weitere Anregungen zur Zubereitung bieten. Die unverbindliche Preisempfehlung für eine 300g-Packung der Süßlupinen „Kernies“ von Holo liegt bei 4,49 Euro (14,97€ pro Kilogramm).

Süßlupinen-Samen und daher auch die „Kernies“ sind glutenfrei und damit geeignet für die spezielle Ernährungs- bzw. Diätform bei Zöliakie. Außerdem enthalten sie, im Gegensatz zu vielen anderen Hülsenfrüchten, keine Purine – Lupinen-Produkte sind daher interessant für Menschen mit rheumatischen Beschwerden bzw. Gicht. Dank des hohen Eiweißgehalts in Kombination mit der hohen biologischen Wertigkeit sind Lupinenerzeugnisse empfehlenswert als Eiweißlieferant für alle, die auf tierische Produkte verzichten möchten, zudem für Sportlerinnen und Sportler, die eine natürliche Alternative zu den chemischen ‚Sportlerdrinks‘ suchen. Lupinen-Samen gelten übrigens, trotz ihres Eiweißgehalts, als basisch. Der Grund dafür dürfte ein erhöhter Mineralstoffgehalt der Lupine sein, der die Säurebildung bei der Verdauung von Eiweiß (Aminosäuren) neutralisiert.

Einen Haken für Allergiker kann es jedoch geben: Aus Lupinen hergestellte Lebensmittel können, wie alle proteinhaltigen Erzeugnisse, Allergien auslösen. Aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen zählen Lupinenprodukte, basierend auf einer EU-Richtlinie, zu den 14 häufigsten Verursachern von Nahrungsmittelallergien. Vor allem Menschen, die bereits auf andere Hülsenfrüchte, insbesondere auf Erdnüsse, allergisch reagieren, sollten sich daher vorsichtig an den Verzehr lupinenhaltiger Lebensmittel herantasten. Für alle anderen gilt: Lupinenmehl, -schrot und auch die neuen „Kernies“ von Holo sind ein hervorragender pflanzlicher Eiweißlieferant, der Vorteile gegenüber den bei uns üblichen tierischen Proteinquellen bietet – nicht nur unter ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten: Im Vergleich zur umweltbelastenden Produktion von tierischen Lebensmitteln ist der Anbau von Lupinen, die auch ohne Dünger wachsen und auch selbst als biologischer Dünger fungieren, eine Wohltat für unsere Erde – also für uns.